Ich heiße Amer Zebari und bin 1989 in Badrya (Nord-Irak) geboren. Ich lebte mit meinen Großeltern und meinem kleinen Bruder in einem kurdischen Dorf als Schafhirte, meine Eltern leben nicht mehr. Als ich 14 Jahre alt war, kurz vor dem Ausbruch des Krieges, sollte ich in Saddams so genannte Jugendarmee aufgenommen werden. Mein Großvater wollte das nicht, darum hat er mich nach Deutschland geschickt.
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Weltweit sind seit Beginn des Irak-Krieges etwa 4 Millionen Menschen aus dem Irak geflohen. Davon leben in etwa,
1.000.000 in Syrien
700.000 in Jordanien
80.000 in Ägypten
70.000 in Deutschland
50.000 in Schweden
40.000 im Libanon
Quellen: UNHCR EUROSTAT
Schon lange wird die mangelnde Objektivität bei Asylentscheidungen kritisiert. Besonders deutlich zeigt sich das in einem EU-Weiten Vergleich der bei eurostat angefordert werden kann. Die Anträge von Irakern haben je nach Aufnahmeland völlig unterschiedlich Chancen.
Hier die Gesamtheit aller positiven Entscheidung über Anträge von Irakern auf einen Flüchtlingsstatus nach Genfer Abkommen, humanitärem Aufenthalt, Asyl und Asyl-entsprechende Arten von subsidiären Schutz für das Jahr 2006 in ausgewählten EU-Ländern:
(Stand: Mai 2007)
88% positive Entscheidungen in Schweden (8400 von 9545)
54% positive Entscheidungen in Finnland (130 von 240)
48% positive Entscheidungen in Irland (65 von 135)
22% positive Entscheidungen in Frankreich (30 von 135)
14% positive Entscheidungen in den Niederlanden (390 von 2690)
12% positive Entscheidungen in Belgien (50 von 430)
8% positive Entscheidungen in Deutschland (190 von 2270)
1% positive Entscheidungen in Griechenland (20 von 1985)
0% positive Entscheidungen in Dänemark (0 von 90)
Quelle: EUROSTAT
Zur Zeit leben rund 73.500 IrakerInnen in Deutschland, davon
42.000 mit befristeten Aufenthaltstiteln
10.000 mit unbefristeten Aufenthaltstiteln
4.000 im Asylverfahren
14.000 ausreisepflichtig
3.500 mit beantragten Aufenthaltstiteln
Von 2003 bis 2006 wurde 18.000 Irakern das Asyl aberkannt
Quelle: Kleine Anfrage der Linkspartei
Jugendliche Ohne Grenzen - Bayern und Karawane München haben am 21.04.2007 ein kleine effektive Aktion gegen die Botschaftsvorführung irakischer Flüchtlinge gemacht. Botschaftsvorführungen sind ein wichtiger Punkt an dem Sand ins Getriebe der Abschiebemaschinerie gestreut werden kann und Abschiebungen effektiv verhindert/verzögert werden können.
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