Aufenthalt Jetzt! Irak-Abschiebungen stoppen!



Iraker, die diesem Horror entfliehen wollen, brauchen eine Staatengemeinschaft, die ihre Grenzen nicht verschließt, sondern öffnet. (Asyl in Not)


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20. Mai 2007

VGH Köln: Asylwiederruf von Irakern rechtswiedrig

Die Bundesregierung (vertreten durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) hat in letzter Zeit tausenden von Irakern, die teils seit Jahren in Deutschland Asyl gefunden haben, den Asylstatus widerrufen und sie zur Rückkehr in den Irak aufgerufen; zur Begründung wird ausgeführt, seit dem Sturz von Sadam Hussein habe sich die Lage im Irak stabilisiert und eine Verfolgung wie seinerzeit durch das Regime von Sadam Hussein sei entfallen. Hiergegen hat sich das Verwaltungsgericht Köln in einem Urteil vom 12.01.2007gewandt - und greift damit ein fatale Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 27.06.2006. an, auf die sich bisher die Wiederrufsverfahren berufen.

“Mit dieser Entscheidung bekräftigt das VG Köln seine Auffassung, dass der Widerruf der Flüchtlingsanerkennung von irakischen Staatsangehörigen grundsätzlich ausgeschlossen ist. Es genüge nicht, dass die Verfolgungsgefahr durch das Baath-Regime weggefallen sei. Erforderlich sei darüber hinaus, dass neue, hinreichend stabile und grundsätzliche verfolgungsfreie Machtstrukturen entstanden sind. Zur Begründung beruft sich das VG Köln auf die Staatenpraxis zur “Wegfall-der-Umstände-Klausel” der Genfer Flüchtlingskonvention sowie auf die Qualifikationsrichtlinie.” (Asylmagazin 4/2007)

13. Mai 2007

Kaum Irak-Flüchtlinge in Europa

Im Jahr 2006 sind ca. 500.000 Menschen aus dem Irak gefolhen (vgl. UNHCR), nur 19.400 Flüchtlinge davon kamen nach Europa. Ihre Asylanträge stellten:

8.950 in Schweden
2.765 in Niederlanden
2.115 in Deutschland
1.415 in Griechenland
1.305 in Großbritannien
1.000 in Norwegen
[...]

Quelle: EUROSTAT

9. Mai 2007

Postkartenaktion

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Wir haben eine Postkartenaktion gegen die Angekündigten Abschiebungen in den Nordirak gestartet. Ihr könnt die Postkarten über kontakt (at) bleiberechtsbuero.de oder das Kontaktformular bestellen.

 

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9. Mai 2007

Abschiebungen in den Irak starten

Flüchtlingen droht die Abschiebungen in den Nordirak

Bayern und Niedersachsen haben im Frühjahr 2007 grünes Licht für Abschiebungen in den Nordirak gegeben (hier die Erlasse). Der Einstieg in Abschiebungen erfolgt über Straftäter und „Sicherheitsgefährder”, in der Hoffnung, dann auch politische Akzeptanz für die Abschiebungen anderer Personengruppen erreichen zu können. Zuvor waren Rückübernahmeverhandlungen mit dem teilautonomen Nordirak abgeschlossen worden. Das Bundesministerium des Innern teilte daher mit Schreiben vom 13. März mit, dass ab sofort

    1. aus den autonomen Kurdengebieten (Kurdistan-Irak) stammende straffällig gewordene Iraker sowie

    2. aus den autonomen Kurdengebieten (Kurdistan-Irak) stammende Sicherheitsgefährder

dorthin abgeschoben werden können.“ Möglich sind die Abschiebung da Asylanträge irakischer Flüchtlinge systematisch abgelehnt werden und 18.000 Irakern das bereits erteilte Asyl widerrufen wurde.

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9. Mai 2007

18.000 Irakern wurde das Asyl widerrufen

Nur ein Verwaltungsakt: 18.000 Irakern wurde das Asyl widerrufen.

Deutschland widerruft als einziges europäisches Land das Asyl von anerkannten irakischen Flüchtlingen. Von 2003 bis 2006 wurden 20.000 Fälle vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geprüft, 18.000 Irakern wurde das Asyl aberkannt und erhalten ein Duldung. Es wird argumentiert das nach dem Sturz Saddam Husseins keine Verfolgungsgefahr mehr bestehe. Die Folgen der Widerufsvefahren sind zerstörte Existenzen, Familientrennung, Traumata und die panikartige Flucht aus Deutschland.

Im Brief enthalten, auch die Erklärung des Widerrufs: Der Irak sei angeblich sicher.

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