Angst und Schrecken
Die 18.000 Widerrufsbriefe verbreiten Angst und Schrecken unter den Irakern, die oft schon seit Jahren in der BRD leben. Viele IrakerInnen verlassen Deutschland, vor allem in Richtung Schweden – obwohl sie von dort meist wieder zurück geschickt werden. Teilweise gehe sie sogar in den Irak zurück, da sie eine zwangsweise Abschiebung fürchten die sie direkt den Behörden übergeben würde. Die Folgen sind zerstörte Existenzen, Familientrennung, Traumata und teilweise noch schlimmeres.
“Ein Iraker erzählte uns von seinem Freund, der freiwillig zurückging. Vor zwei Monaten wurde er entführt und ermordet.“
, berichtet das Politmagazin Monitor.
Die Panik ist verständlich, denn in den Widerrufsbriefen wird angekündigt, dass die Betroffenen zur „freiwilligen Ausreise“ verpflichtet sind und dass sie falls sie nicht ausreisen abgeschoben werden. Erst weiter unten in dem Brief ist vermerkt dass eine Duldung, die „Aussetzung der Abschiebung“, erteilt wird, wenn die Abschiebung aus „rechtlichen und tatsächlichen Gründen“ nicht möglich ist, was bisher außer für den Nordirak auch der Fall ist.

23.08. 35 Tote im Nordirak 

