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Aufenthalt Jetzt! Irak-Abschiebungen stoppen!



Obwohl das Auswärtige Amt davor warnt, werden mehr und mehr Flüchtlinge nach Afghanistan und in den Irak abgeschoben – zum Teil mit abenteuerlichen Begründungen” (Die Zeit)


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19. November 2007

Bericht: Demo gegen Zagros-Air

Demo durch die Frankfurter-Innenstadt demo-zagros3.png

Am Freitag fand eine kleine aber feine Demonstration gegen die Abschiebeairline Zagros-Air in Frankfurt statt. Die Airline schloss daraufhin den ganzen Tag ihr Deutschland-Büro. Knapp 50 Menschen kamen zu der Kundgebung und verteilten in der belebten Nachbarschaft jede Menge Flugblätter. Die Airline ist Momentan das beste Ziel um die Irak-Abschiebungen zu stoppen, da Zagros-Air die einzige Fluglinie ist mit der Abschiebungen in den Irak durchgeführt werden. Zwischenzeitlich war Zagros-Air, nach Protesten, aus dem Abschiebegeschäft ausgestiegen und zahlreiche Abschiebungen konnten nicht stattfinden. Jetzt hat Zagros-Air angekündigt wieder Abzuschieben. Weiter Kampagnen-Schritte gegen Zagros-Air sind in Vorbereitung unter anderem eine SMS- und Postkartenkampagne, sobald alles steht werden Sie auf dieser Seite informiert.
demo-zagros.png
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8. November 2007

Demo gegen Abschiebeairline Zagros-Air

Kundgebung und Demonstration “Kein Geschäft mit Abschiebungen in den Irak!”

Freitag, 16.11.2007, 15 Uhr in Frankfurt
Vor der Deutschland-Filiale von Zagros-Air
Wilhelm-Leuschner-Straße 7 (Ecke Untermainanlage)

Auszug aus dem Aufruf:
Derzeit können die Abschiebungen nur mit Zagros-Air, der einzigen Fluglinie, die in den Nordirak fliegt, stattfinden. Trotz der Aufforderung von Flüchtlingsorganisationen, sich nicht an dem schmutzigen Geschäft mit den Abschiebungen zu beteiligen, hält
Zagros an der Praxis fest, Flugplätze für Abschiebungen beitzustellen. Um unseren Unmut darüber auszudrücken, dass Zagros mit dem Schicksal andere Leute Geld verdienen möchte, rufen wir zu einer Kundgebung vor der Deutschland-Zentrale von Zagros-Air in
Frankfurt am Main auf.

Es rufen auf: Hessischer Flüchtlingsrat, Aktionsbündnis gegen Abschiebungen Rhein-Main

Der vollständigen Aufruf zum download, kopieren und weiterverteilen: Flyer.pdf (34kb)

3. November 2007

Demo am 8.12.: Keine Abschiebungen in den Irak! Aufenthaltserlaubnisse Jetzt!

aufruf.PNG

Keine Abschiebungen in den Irak!
Demonstration für Flüchtlingsschutz statt Menschenverachtung! Aufenthaltserlaubnisse jetzt!

München, 8. Dezember 2007
Auftakt: 13.00 Uhr: Georg-Freundorfer-Platz (U 5 Schwanthalerhöhe)
Demonstration: 13.30 Uhr
Abschluss: 16.00 Uhr Odeonsplatz, Bayerisches Staatsministerium des Inneren

“Mit deutscher Gründlichkeit aussortiert, geht`s demnächst dorthin zurück, wo täglich gebombt, massakriert und entführt wird.“ ARD-Magazin Monitor

Flyer zum download:

Deutsch: aufruf-sw.pdf, aufruf-farbe.pdf
Kurdisch: aufruf-kurd.pdf
Arabsich: aufruf-arabisch.pdf

“Diese Politik der Zermürbung und Abschiebung ist nicht nur ein Verstoß gegen internationales Flüchtlingsrecht, sondern zynisch und menschenverachtend“ Jugendliche Ohne Grenzen - Bayern

Der Irak ist eines der unsichersten Länder der Welt. Seit Kriegsbeginn starben etwa 80.000 Zivilisten gewaltsam. Hunderttausende wurden schwer verletzt, bei Bombenanschlägen verstümmelt, traumatisiert oder leiden unter den mittelbaren Kriegsfolgen wie vielerorts fehlender Wasser- und Stromversorgung und der katastrophalen medizinischen Versorgungslage. Trotzdem schiebt Deutschland Flüchtlinge dorthin ab. Nach dem Sturz Saddam Husseins bestehe keine Gefahr mehr, so die Begründung.

14.000 Irakern und Irakerinnen wurde seit dem Sturz Saddams bereits der Flüchtlingsschutz entzogen. Langfristig sind bis zu 40.000 irakische Flüchtlinge von Abschiebung bedroht. Die ersten Abschiebungen haben bereits stattgefunden. Systematisch wird der Asyl-Schutz für irakische Staatsangehörige widerrufen. Durch die Aberkennung von Rechten sollen sie zur „freiwilligen Ausreise“ gedrängt werden.

“Nur ein Bruchteil der Flüchtlinge aus dem Irak schafft es überhaupt, nach Europa zu gelangen. Trotzdem wird den allermeisten irakischen Flüchtlingen in Deutschland ein asylrechtlicher Schutz versagt“ Evangelische Kirche Deutschland

“Wer Flüchtlinge in den Irak abschiebt, verschließt die Augen vor der katastrophalen Sicherheitslage dort“ Amnesty International Deutschland

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17. Oktober 2007

Abschiebungen starten wieder! Faxkampagne gestartet.

postkarte.png

Abschiebungen in den Irak starten wieder! Nächsten Montag (22.10.07) findet die erste Abschiebung via Zagros-Air statt. Das Unternehmen ist wohl unter dem Druck der Kriminalpolizei eingeknickt nachdem es die Abschiebungen aufgrund unserer Kampagne (irak.antira.info) zwischenzeitlich gestoppt hatte. Wir rufen dazu auf “ALIRAQ Aviation-Travel / GSA Zagros-Air” mit Faxen und Anrufen unter Druck zu setzen damit sie wieder aussteigen. Es ist eine kleine Firma, der ziemlich leicht unter Druck zu setzen ist. Verantwortlich ist Frau Balsam der das Subunternehmen ALIRAQ Aviation-Travel mit Sitz in Frankfurt gehört, da über sie die Abschiebeflüge gebucht werden und sie in der Lage ist die Flüge zu stornieren - was sie schon bei mehreren Flügen getan hat.

Hier zwei Faxvorlage (erst eine kurze dann eine lange), es eilt:

————

An:
ALIRAQ Aviation-Travel
GSA Zagros Air
Wilhelm-Leuschner Str. 7
60329 Frankfurt am Main

z.H.: Frau Balsam

Fax: 069 / 69 59 737 30 und 069 / 68 09 17 67
Tel: 069 / 69 59 7370

Sehr geehrte Frau Balsam,

bisher kannte ich die kurdisch-irakische Zagros-Air als ein Unternehmen, das dafür sorgte, dass verletzte irakische Kinder in Deutschland behandelt wurden. Nun wurde mir bekannt, dass ALIRAQ Aviation-Travel für Zargros-Ai r ab Montag den 22.Oktober wieder beginnt ihre eigenen Landsleute gegen ihren Willen in den Irak abschiebt. Ich bin zutiefst beschämt, dass sich jetzt sogar Iraker selbst an dem Unrecht beteiligen, das den irakischen Flüchtlingen in Europa widerfährt. Gerade Ihrer Firma, die ihren Hauptsitz in Erbil hat, sollte die dramatische Lage im Irak bekannt sein.

Sie sollten wissen, dass ich es mit meinem Gewissen und Glauben nicht vereinbaren kann, weiter mit einer Airline zu fliegen, die sich aus reiner Profitgier an unmenschlichen Abschiebungen beteiligt.

Stellen Sie sich auf die Seite der Menschen und des Lebens - steigen Sie aus dem schmutzigen Geschäft mit den Abschiebungen aus! In der Hoffnung, bald wieder guten Gewissens mit Zagros-Air fliegen zu können,

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Ort, Datum, Unterschrift

————

An:
ALIRAQ Aviation-Travel
GSA Zagros Air
Wilhelm-Leuschner Str. 7
60329 Frankfurt am Main

z.H.: Frau Balsam

Fax: 069 / 69 59 737 30 und 069 / 68 09 17 67
Tel: 069 / 69 59 7370

Sehr geehrte Frau Balsam

mit Entsetzen habe ich erfahren, dass die Fluglinie Zagros Air, vertreten durch das Frankfurter Reisebüro Aliraq Aviation Travel GmbH mit der Abschiebung irakischer Flüchtlinge aus Deutschland Geld verdient. Wie Sie wissen, haben viele Tausende Irakerinnen und Iraker aus dem Nordirak zur Zeit des Regimes Saddam Husseins ihr Land verlassen und haben in Deutschland Zuflucht gefunden. Die meisten von Ihnen haben gearbeitet und von ihrem Arbeitsverdienst ihre zurückgebliebenen Familien unterstützt und haben so einen wesentlichen Beitrag für die Stabilität, den Aufbau und die Autonomie der unter kurdischer Verwaltung stehenden Regionen geleistet. Weil das Wirtschaftsembargo der Vereinten Nationen auch für die kurdische Autonomieregion galt und selbst kleine
Geldüberweisungen an die Familie davon erfasst waren, wurde viele dieser Personen zu hohen Strafen verurteilt. Sie und alle weiteren Flüchtlinge, denen inzwischen der Flüchtlingsstatus entzogen wurde,sollen nunmehr in den Irak abgeschoben werden.

Dies geschieht zu einer Zeit, in der die Flüchtlingskrise im Irak bedrückende Ausmaße angenommen hat. Die kurdischen Provinzen sollen derzeit 700.000 Flüchtlinge aus anderen Landesteilen beherbergen. Dass das reiche Deutschland damit beginnt, diese Flüchtlingskrise dadurch zu verschärfen, dass Menschen, die schon vor vielen Jahren in ihrer Heimat alles aufgegeben haben, nun abgeschoben werden, ist ein grober Bruch der Solidarität zwischen den Völkern. Dabei missachtet Deutschland sogar die Empfehlungen des UNHCR. Diese Empfehlungen besagen, dass eine Rückkehr in die kurdischen Provinzen nur für diejenigen möglich ist, die dort noch familiäre Bindungen haben. Demgegenüber sollen aus Bayern alle abgeschoben werden, die in einer der Provinzen oder in Kirkuk geboren wurden – selbst wenn sie dort nicht gelebt haben oder kein Familienangehöriger mehr dort heute noch lebt.

Wir möchten Sie dabei noch darüber informieren, dass ein Teil der Personen, die abgeschoben werden, nicht einmal über gültige irakische Reisedokumente verfügt. Sie sollen mit sogenannten EU-Laissez-passer in den Irak einreisen. Diese Praxis wird von kaum einer Regierung geduldet und kommt daher nur bei Abschiebungen in den Kosovo, der unter Verwaltung der UNO steht, zur Anwendung. Sollte die autonome kurdische Verwaltung oder die irakische Regierung diese klare Verletzung staatlicher Souveränität dulden, würde uns dies sehr wundern und die entsprechenden Autoritäten in ein schlechtes Licht rücken. Falls die Einreise mit diesen Papieren nicht glückt, haftet Ihre Gesellschaft für den Rücktransport, da der Transport von Passagieren ohne gültige Einreisepapiere durch die Internationalen Luftverkehrsabkommen untersagt ist.

Bitte unterstützen Sie die deutschen Behörden nicht bei diesem Vorhaben. Stellen Sie ihre Firma nicht für dieses schäbige Geschäft zur Verfügung. Wir sind uns sicher, dass diese Praxis viele Reisende, die ihre Familie besuchen wollen oder geschäftlich nach Erbil fliegen müssen, davon abhalten wird, ihre Fluglinie zu benutzen und Ihnen diese Art von Geschäften daher auch wirtschaftlichen Schaden zufügen wird.

Mit freundlichen Grüßen

_____________________________
Ort, Datum, Unterschrift

12. September 2007

GB schiebt wieder ab. Unterstützt die Faxkampagne

Trotz Ausbruch der Cholera und zunemenden Terror schiebt Großbritannien weiterhin in den Nordiraq ab. IFIR ruft Organisationen und Einzelpersonen zu einer Faxkampagne gegen die Abschiebungen auf. Beteiligen wir uns daran! Den ganzen Beitrag lesen »

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