Nordirak immer unsicherer - Ausbruch der Cholera
Der vermeintlich “sicheren” Nordirak rückt immer stärker ins Kreuzfeuer von Terroristen und Nachbarstaaten, zudem bestätigte die Behörden den Ausbruch der Cholera. Trotzdem laufen die Abschiebungen weiter, erst am Montag dieser Woche fand eine weitere Abschiebung vom Frankfurter Flughafen mit Zagros-Air statt.
Anschläge im Norden Iraks haben dramatische Ausmaße angenommen. Am 14.August serben 400 Menschen bei einem Anschlag in der Nähe von Mossul. Die Opfer sind Yesiden, eine religiöse Minderheit die bei radikalen Islamisten als “Teufelsanbeter” verhasst ist.
“Unübersebar nehmen die Einschläge des Terrors Richtung Norden zu: 130 Tote Anfang Juli in Amerli, 80 Tote mitte Juli in Kirkuk” (Quelle: Spiegel 34/2007)
30 Tote am 13. Mai 2007 bei einem Bombenanschlag in Machmu. 19 Tote am 9. Mai 2007 bei einem Selbstmordattentat in Erbil.
Auf iraq today werden die täglichen Anschlagmeldungen aus dem Irak gesammelt, darunter sind täglich 2-3 Anschläge und tödliche Überfälle in der Vielvölkerstadt Kirkuk im Nordirak. In Kirkuk finden zudem Vertreibungen der unter Saddam Hussein angesiedelten Araber durch kurdische Milizen statt.
Zu der dramatischen Sicherheitslage kommt nun noch der Ausbruch der tödichen Cholera hinzu. Der kurdische
Gesundheitsminister bestätige dies auf KurdSat. Zudem fanden letzte Woche erste Angriffe des Irans und der Türkei auf den Nordirak statt, wo sie PKK-Stellungen vermuten. Beide Länder, in denen die unterdrückte kurdische Minderheit seit langem einen eigenen Staat anstrebt, wollen das entstehen eines kurdischen Staates im Nordirak verhindern.
Anfang August wurde eine schwedische Passagiermaschine beim Start in Suleymania beschossen. Die Fluglinie AUA stellte daraufhin umgehend alle Flüge in den Nordirak ein. Von Deutschland fliegen somit nur noch Zozik-Air und Zagros-Air. Erstere hat Abschiebungen als unverantwortlich abgelehnt, Zagros-Air hingegen führt weiterhin Abschiebungen durch.

23.08. 35 Tote im Nordirak 